14.07.2026
Knabber-Kabanos von Houdek im recyclingfähigen Standbodenbeutel

Foto/Grafik: Südpack
Mit ihren würzigen Kabanos im recyclingfähigen, PP-basierten Standbodenbeutel trifft Houdek den Geschmack vieler Kunden.
Herzhafter Knabberspaß für unterwegs oder einfach für die kleine Pause zwischendurch: Mit ihren würzigen Kabanos im recyclingfähigen, PP-basierten Standbodenbeutel trifft Houdek nicht nur den Geschmack vieler begeisterter Kunden, sondern auch genau den Zeitgeist.
Denn der Markt für Snacks aller Art boomt – und auch bei to go-Produkten ist Nachhaltigkeit mehr denn je Trumpf.
Für Hersteller bzw. Inverkehrbringer von kleinen Mahlzeiten und To go-Angeboten eröffnet dieser Wandel neue Chancen. Die Aussichten jedenfalls sind glänzend: Prognosen zufolge wird der weltweite und derzeit rund 650 Milliarden US-Dollar schwere Markt für Snacks innerhalb der nächsten zehn Jahre auf mehr als eine Milliarden US-Dollar prognostiziert.
Auch die Produkte des mittlerweile in dritter Generation geführten Familienunternehmens Rudolf und Robert Houdek GmbH erfreuen sich stetig steigender Beliebtheit. Bestseller im Sortiment sind seit der Gründung des kleinen, böhmischen Metzgerladens vor 100 Jahren durch Robert Houdek die Original Houdek Kabanos, eine über 100 % Buchenholz heiß geräucherte Salamispezialität, die auch heute noch nach traditioneller Familienrezeptur hergestellt wird.
Die beliebte Kabanos gibt es mittlerweile in vielen Geschmacksorten und auch in attraktiven Snack-Formaten. Als ideales Verpackungskonzept für den herzhaften To go-Genuss bot sich ein Standbodenbeutel-Konzept an, das sich dank Eurolochung hängend am PoS in Szene setzen lässt. Darüber hinaus bietet es aufgrund der praktischen Aufreißhilfe viel Convenience und ist bei Konsumenten bestens bekannt und akzeptiert.
Doch ein konventioneller Doypack aus Verbundmaterialien kam für Houdek nicht in Frage. Denn das Familienunternehmen strebt konsequent die Verbesserung des CO2-Ausstosses an und setzt auch in puncto Verpackungen auf Nachhaltigkeit. „Wir wollen kontinuierlich den Anteil an recyclingfähigen Materialien erhöhen und gleichzeitig das Verpackungsgewicht reduzieren. Damit leisten wir einen Beitrag zur Ressourcenschonung und vermeiden unnötige Verpackung“, unterstreicht Senior Brand- und Produktmanagerin Laura Perazzo.
Die bisherige Bilanz ist ausgesprochen positiv: Immerhin konnte 2022 die Verpackungsintensität – gemessen als eingesetzte Kunststoffmenge pro Tonne produzierten Produkts – gegenüber dem Vorjahr durch gezielte Maßnahmen um 8 % auf 42 kg, im Folgejahr auf 40 kg und 2024 sogar auf 38 kg gesenkt werden. Da damit die heutigen Möglichkeiten in puncto Materialeffizienz beinahe ausgeschöpft sind, konzentriert man sich bei Houdek seit 2025 maßgeblich auf die Verbesserung der Recyclingfähigkeit. Schrittweise werden die eingesetzten Materialstrukturen also durch recyclingfähige PP-Folien substituiert, „bei Neueinführungen von Produkten berücksichtigen wir die Recyclingfähigkeit bereits in der Entwicklungsphase.“
Bei den Snackverpackungen für die Original Kabanos fiel die Entscheidung schließlich zugunsten eines zukunftsfähiges Beutelkonzepts von Südpack mit integriertem Sichtfenster. Es handelt sich dabei keineswegs um das erste gemeinsame Projekt – mit dem oberschwäbischen Folienhersteller Südpack verbindet Houdek bereits eine lange, erfolgreiche Partnerschaft.
Das Material der Wahl: Mono-PP. Die Polypropylen-Strukturen von Südpack für Doypacks erfüllen schon heute in Bezug auf ihre Recyclingfähigkeit die PPWR-Anforderungen ab 2030. Um die Besonderheiten dieser Verbunde bei der Verarbeitung berücksichtigen zu können, muss das Zusammenspiel von Folie und Maschine bereits in der Startphase geprüft werden. Eine Herausforderung bei der Produktion von Doypacks aus PP ist zum Beispiel das kleine Siegelfenster des Materials: Im Bodenbereich eines Doypacks müssen vier Lagen mit Lagensprung versiegelt werden. Hier ist für die sichere Siegelung eine sehr genaue Abstimmung des Materials auf die Maschinenparameter notwendig.
Eine weitere, zentrale Aufgabe hing unmittelbar mit der Verpackungsmaschine selbst zusammen. Denn bei dem Kabanos-Produzenten wird nur diese eine, komplexe Anlage zur Herstellung von Doypacks eingesetzt, entsprechend groß war demnach auch der Planungs-, Installations- und Testaufwand im Werk. Insbesondere die Bemusterung zum Einfahren der Maschine war sehr aufwändig, da die Folie wegen der notwendigen Steuerpunkte zur Erstellung der Doypacks gleich bedruckt sein musste.
Nachdem die Anlage aber schließlich implementiert war, ging alles schnell: Dank der bisherigen intensiven Zusammenarbeit von Südpack mit Maschinenherstellern sowie der langjährigen Expertise bei der Verarbeitung von Monomaterialien konnte diese letzte Projektphase innerhalb von nur vier Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. Die Anwendungstechnik des Folienherstellers war zum Einfahren der Maschine und zur Maschinenabnahme mit vor Ort. Laura Perazzo: „Bei Houdek existierte glücklicherweise bereits eine entsprechende Produktrezeptur, auf der wir aufbauen konnten. Und die Gestaltung der Verpackung wurde auf Basis von Erkenntnissen aus bisherigen Produktlaunches sowie unter Einhaltung des Houdek Design Guides erarbeitet.“
Nachhaltig auch beim Verpackungsdruck
Die Verpackungen für die Kabanos-Snacks bieten dank der perfekt auf das Packgut abgestimmten Hochbarriere optimalen Produktschutz und eine lange Haltbarkeit von bis zu 80 Tagen – ohne Kühlung. Gedruckt wird mit SPQ (= Sustainable Print Quality), der nachhaltigen, Drucktechnologie von Südpack. Je nach Druckbild kann dabei laut einer LCA-Studie, die in Zusammenarbeit mit Sphera nach ISO 14040/44 durchgeführt wurde, im Vergleich zum herkömmlichen Flexodruck eine Reduzierung der CO2-Emissionen von bis zu 18 % erreicht werden.
Mit SPQ lassen sich beim Flexodruck aufgrund einer standardisierten Farbpalette der Farb- und Lösemittelverbrauch sowie auch Folienabfälle und Energieaufwand signifikant verringern. Dank des innovativen Farbmanagements werden alle Druckdesigns zudem prozessstabil und mit einem hohen Automatisierungsgrad abgebildet – bei gleichzeitig hervorragender Druckqualität und exzellenter Farbbrillanz. Essenziell ist zudem auch eine hohe Rapportgenauigkeit im Druck: Sie minimiert Ausschuss, steigert die Verpackungseffizienz und sorgt für ein professionelles Erscheinungsbild.