19.05.2026
Interpack 2026: Innovation, Investitionen und Aufbruchsstimmung prägten die Messe

Foto/Grafik: Bernd Schaller
Rund 2.800 Aussteller aus 65 Nationen zeigen auf der diesjährigen Interpack Spitzentechnologien und Verpackungstrends entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Interpack 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie dynamisch sich die globale Processing- und Packaging-Industrie derzeit verändert. Vom 7. bis 13. Mai wurde Düsseldorf erneut zum internationalen Treffpunkt der Branche – mit klaren Signalen in Richtung Innovation, Nachhaltigkeit und technologischer Transformation.
2.804 Aussteller aus 65 Ländern präsentierten sich auf dem vollständig belegten Messegelände. Hinzu kamen rund 100 Unternehmen der parallel stattfindenden Zuliefermesse components. Insgesamt reisten Fachbesucherinnen und -besucher aus 161 Ländern an. 75 Prozent der Gäste kamen aus dem Ausland, davon 28 Prozent aus Übersee. Damit war die Interpack 2026 ausstellerseitig die größte Veranstaltung ihrer Geschichte.
„Das war eine Top-Interpack. Stark frequentierte Hallen, ein intensiver Austausch und konkrete Projekte haben gezeigt, welche Kraft in dieser globalen Community steckt“, resümiert Thomas Dohse, Director der Interpack. Die Messe habe ihre Rolle als weltweit wichtigste Plattform der Branche erneut bestätigt.
Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr vor allem konkrete Lösungen, neue Partnerschaften und Investitionsvorhaben. Zahlreiche Gespräche mündeten direkt in Projekte und wirtschaftliche Entscheidungen. Besonders stark vertreten waren Besucherinnen und Besucher aus der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie sowie führende Anbieter entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Messe traf auf eine Branche im Wandel. Zwar steigt die Nachfrage nach verpackten Produkten weltweit weiter, gleichzeitig verändern sich Anforderungen an Materialien, Produktionsprozesse und Lieferketten grundlegend. Große Aufmerksamkeit galt dabei der Europäischen Verpackungsverordnung (PPWR), die für viele Unternehmen einen tiefgreifenden Umbruch bedeutet.
Die Aussteller präsentierten Lösungen, bei denen Materialien, Maschinen und Prozesse zunehmend integriert gedacht werden. Automatisierung, datenbasierte Anwendungen und flexible Anlagenkonzepte sind längst Teil der industriellen Praxis und wurden auf der Interpack als konkrete Smart-Manufacturing-Anwendungen sichtbar. Im Fokus standen zudem innovative Materialien, die regulatorischen Anforderungen entsprechen und sich unter realen Bedingungen bewähren.
Darüber hinaus wurde deutlich, wie stark vernetzte und datengetriebene Systeme neue Kompetenzen in der Produktion erfordern. Gleichzeitig prägten persönliche Begegnungen, direkter Austausch und internationale Vernetzung die besondere Atmosphäre der Messe.
Die Interpack 2026 setzte damit ein klares Signal: Die Branche begegnet den aktuellen Herausforderungen mit Innovationskraft, Kooperation und einem spürbaren Gestaltungswillen.
Die nächste Interpack findet 2029 statt.