Ausgezeichnetes Projekt: Reffischaf Bio-Bratwurst mit „Mäährwert“.
Foto/Grafik: Biomanufaktur Havelland
Eine klassische Sortimentsauswahl für die Bedientheken der Bio Company
Der Veltener Fleisch- und Wurstwarenbetrieb schließt 2024 mit einem erfolgreichen Geschäftsjahr ab. Insgesamt erzielte die 100-prozentige Tochter der Bio Company einen Umsatz von 14,2 Millionen Euro.
Der liegt unter der Marke von 15,2 Millionen Euro aus dem Vorjahr, erklärt sich aber mit Filialschließungen des Mutterhauses, vornehmlich in Hamburg, so das Unternehmen. Die Biomanufaktur Havelland beliefert die Theken der Biosupermarktkette. „Wir sind froh, dass unsere Zahlen im grünen Bereich liegen“, sagt Geschäftsführer Thomas Schubert. „Dies bekräftigt uns, dass wir mit unseren Produkten genau den Kundengeschmack treffen“.
Über eine Million Euro hatte man in den Vorjahren in die Hand genommen. 2024 zeigt sich nun: Die Investitionen beispielsweise in eine neue multifunktionale Verpackungsanlage haben sich gelohnt. Hiermit kann der Veltener Betrieb nicht nur Hackfleisch und SB-Wurst portionieren für die Kühltheken der Bio Company, auch eine erste kleine SB-Linie „Mark & Fein“ für den ausgesuchten Lebensmitteleinzelhandel geht hier übers Band. Im Herbst startete man zudem mit frischen Suppen, die in der hauseigenen Küche produziert werden. In praktische Schlauchbeutel verpackt bereichern sie seitdem das Thekenangebot des Biosupermarktes. Der Renner hier: die klassische Kartoffelsuppe (mit Einlage), gefolgt von Soljanka. Auch Gulaschsuppe und Linseneintopf mit Speck gibt es. Nach der Optimierung des Warenwirtschaftssystems wurde 2024 noch die Wasseraufbereitung erneuert. Weitere Geräte wie Fettabscheider wurden neu installiert.
Gefeilt werde auch weiterhin am Sortiment. Die Special Cuts, die Thomas Schubert als Fleischsommelier mit einbrachte, seien erfolgreich. Jedes Jahr kommen neue hinzu. Nach „Iron Flat“ und „Flank Steak“ sind dies beispielsweise „Vegas Strip“, „Butchers Secret“ oder auch „Cuscino“ und „Teres Major“.
Nach einem erfolgreichem Weihnachtsgeschäft will man die Möglichkeiten für Kunden ausweiten, individuelle Bestellungen aufzugeben. Traditionell bietet man über die Bio Company-Märkte zur Weihnachtszeit Vorbestellungen an für Ente, Gans, Wild und auch vegane Braten. Im vierten Quartal 2024 lag man hier schon frühzeitig über Vorjahresniveau. Dies soll künftig saisonal ausgeweitet werden, beispielsweise zu Ostern, im Sommer zum Grillen, aber auch Herbst- und Winterbestellkarten wird es geben. „Wir gehen hier den Weg einer kundenorientierten Metzgerei und können so auf Wünsche individuell reagieren“, so Thomas Schubert. „Als Kunde bekommt man dann sein Lieblingsprodukt ganz frisch an die Theke geliefert.“
Neben der Bio Company weitet die Biomanufaktur Havelland ihr Geschäft an externe Kunden aus. Mittlerweile machen diese einen Anteil von 30 Prozent am Umsatz aus. „Unsere nächste Zielmarke ist 50 Prozent“, erläutert Geschäftsführer Thomas Schubert. Zu den langjährigen Kunden zählen neben Gastronomie und Hotellerie auch Kantinen großer Berliner Unternehmen wie BVG oder ISS Energy Service, ebenso die Studierendenwerke und auch Curry 36. Neu dabei ist der Online-Lieferdienst Knuspr. Neben Aufschnitt, Buletten und Würsten wird hier auch Frischfleisch angeboten wie Entrecôte, Rinderfiletsteaks oder Lammfilets. Dank neuer Verpackungsanlage können diese vakuumiert geliefert werden. „Unser Sortiment wird dort richtig gut angenommen“, freut sich Schubert.
Die Biomanufaktur Havelland ist einer der größten Biofleisch- und Wurstverarbeiter in Brandenburg. Über 300 Produkte befinden sich im Sortiment. Zu den regionalen Lieferanten bestehen langjährige Partnerschaften.